Kategorie: Allgemein

  • Meine Migräne – Meine Schmerzen

    Illustration des Kopfes eines Mannes. Die Augen und Mund sind geschlossen. Über dem Kopf und Gesicht ist das Gehirn illustriert, dessen Farbe sich  vom Hinterkopf bis zum Gesicht von weiß nach Rot ändert. Neben dem Gesicht ist "It's Migraine!" zu lesen. "Migraine" ist rot geschrieben."

    Dieses Bild entstand nach einer Migräne-Attacke. Ich finde es schwierig, das Gefühl einer Migräne in Worte zu fassen. Daher habe ich es mit einer Zeichnung am Tablet versucht.

    Sehr häufig beginnt eine Migräne bei mir mit einer sogenannten Aura-Phase. In dieser Phase spielen Schmerzen an sich noch keine Rolle, aber andere Symptome sorgen in dieser Zeit schon für deutliche Einschränkungen. So habe ich sehr oft Sehstörungen und Missempfindungen, welche schon sehr deutlich darauf hinweisen, dass gerade im Kopf etwas passiert. An Arbeiten ist dann meist schon nicht mehr zu denken. Welche Aura-Symptome ich schon hatte, beschreibe ich dir in einem separaten Beitrag.

    An die Aura-Phase schließt dann langsam die Schmerzphase an – und damit kommen auch die Kopfschmerzen. Zwar variiert meine Migräne immer etwas – insbesondere, seit sie immer häufiger auftritt – es gibt aber schon so eine Art typischen Verlauf.

    Dieser beginnt hinter der Stirn – meistens beidseitig – mit einem Druckschmerz, welcher sich langsam zu einem pochenden Schmerz auf einer Seite des Kopfes verändert.

    Bewegungen aller Art verstärken die Schmerzen. Die Augen sind in dieser Phase extrem lichtempfindlich und Lärm ist kaum noch zu ertragen.

    Das Denken in dieser Zeit fühlt sich sehr träge an – so ein bisschen benebelt – und ich werde in der Regel auch sehr müde, so dass ich automatisch das Bett oder eine ruhige Ecke aufsuche.

    Die Zeichnung oben entstand nach genau so einer solchen „Standard-Schmerzphase“.

    Was mir dann gut tut.

    Mit beginn der Schmerzphase nehme ich meiste ein Triptan. Diese wirken bei mir sehr gut und reduzieren auch die Symptome der Rückbildungsphase – zu der schreibe ich einen separaten Beitrag.

    Wenn ich Zuhause oder im Hotel bin, dunkle ich das Schlafzimmer ab, mache das Fenster auf und lege mich hin. Ich achte darauf, dass der Kopf etwas erhöht ist und ich lege mir etwas kaltes (z.B. eine Kühlkompresse, ein feuchtes Handtuch oder eine kalte Getränkedose) auf die Stirn, später dann an die Seiten. Manchmal tut es mir auch gut, wenn ich meinen Hinterkopf kühle.

    Schließlich heißt es: Abwarten. Und mit etwas Glück einschlafen oder dösen. Meistens ist es nach circa 6 Stunden überstanden.

    Nach der Schmerzphase folgt dann die Rückbildungsphase – und um die geht es in einem separaten Beitrag.

  • Auf diesem Blog

    Auf diesem Blog möchte ich zu Themen schreiben, die mich persönlich interessieren und beschäftigen. So ein bisschen ist es auch von der Tageslaune und dem, was auf der Welt passiert, abhängig. Definitiv werde ich aber über Technik schreiben.

    Schon seit meiner Kindheit interessiere und begeistere ich mich für Technik und das hat sich dann auch so weiter fortgesetzt. Eines dieser kleinen Projekte, mit denen ich mich zwischendurch beschäftige, ist auch dieser Blog hier.

    Diesen Blog betreibe ich bei einem Hoster, der Vieles noch selbst machen lässt und keine One-Klick-UI-Oberfläche vorschaltet. Hier ist noch Handarbeit auf der Konsole gefragt. Mich spricht das an, es hat dieses Nerdige, ich lerne dabei viel und es wirkt bei der Arbeit irgendwie ehrlich transparent. Zu kompliziert ist es dann aber auch nicht 😀. Auf dem Server habe ich über die Konsole WordPress eingerichtet und ich habe eine eigene Domain bestellt, die dann entsprechend auf die Seite verweist. Wenn ihr auch interessiert seid, schaut mal hier vorbei: uberspace.de

    In Zukunft möchte ich diesen Blog für längere Texte nutzen und diese auch auf meinem Mastodon-Account teilen. Insbesondere, wenn es etwas ist, das länger auffindbar sein soll und unbequem bei Mastodon zu lesen wäre. Zwar nutzen manche Mastodon auch direkt zum Posten längerer Texte, teils unterstützt dies die genutzte Instanz schon von Hause aus, meist wird allerdings solange auf den eigenen Post geantwortet, bis der Text runtergeschrieben ist. Das widerspricht meinem Verständnis von Microblogging. Ziel ist es, die Info auf das Wesentliche zu verkürzen und so überschaubar viel Platz im Feed einzunehmen. Wenn es mehr Kontext braucht, sind Blogs, Webseite oder ähnliches m.E. besser geeignet.

    Ich bin gespannt, welche Themen hier landen werden und wie sich das ganz entwickeln wird 😀.

  • Warum noch ein Blog?

    Berechtigte Frage, schließlich erstickt das Internet in Informationen, vielfältigen Meinungen und allerlei Quatsch.

    So gesehen, lässt das Internet kaum noch Raum zum Atmen. Das wirklich Interessante geht vielfach einfach unter. Wir halten Dinge für interessant, die uns vor einigen Jahren noch wie lästiger Datenmüll vorgekommen wären. Manchmal konsumieren wir Inhalte, ohne dass wir diese noch wahrnehmen – Einfach zum Zeitvertreib und zum Entspannen. So gesehen, macht dieser Blog den Braten dann auch nicht mehr fett.

    Warum nicht einfach ein Profil bei einer größeren Plattform nutzen?

    Die großen Plattformen haben mit ihren Angeboten die Hemmschwelle, die eigenen Meinungen im Internet zu äußern und miteinander zu kommunizieren, deutlich reduziert. Für Anwender*innen ist es super einfach, ihre Gedanken in die Welt zu rufen und über ihre Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Die Welt ist dabei – je nach Wunsch – ein kleiner, ausgewählter Personenkreis oder wirklich die ganz große digitale Welt.

    Ist es denn wirklich die ganz große Welt? Sehen wirklich alle gewünschten Personen die neuesten Urlaubsfotos oder das Reaction-Video zum Thema ABC? Plattformen haben ein Interesse daran, dass die Nutzer*innen möglichst viel Zeit auf dieser verbringen. Zeit ist Geld – Insbesondere, wenn jeder zweite oder dritte Beitrag im Feed Werbung ist (Zumindest in meinem Feed ist das so, ich nehme den Inhalt allerdings auch nicht mehr bewusst wahr beim Durchscrollen). Das bedeutet, dass die Anwender*innen die Inhalte zu sehen bekommen, die sie nach Meinung der Betreiber möglichst lange am Bildschirm fesseln. Das müssen nicht die Beiträge der besten Freund*innen sein. Auch nicht die Inhalte, die die Anwender*innen wirklich interessieren. Und selbst wenn ein Beitrag dann irgendwann mal im Feed landet, kann es sein, dass dieser im Werbungrunterscrollmodus nicht mehr wahrgenommen wird.

    Daher dieser Blog.

    Ich persönlich möchte nicht alles mit den Plattformbetreibern teilen und erst recht nicht von ihnen abhängig sein. Das ist in meinen Augen die große Kehrseite der niedrigen Hemmschwelle und potentiellen Reichweite – Die Vielfalt im Netz geht verloren. Viele Anwender*innen sehen nur noch die Informationen, die dem Betreiber nützen, und dieser setzt auch seine Regeln durch, was gesehen werden darf und was nicht (Ob der Inhalt gefällt oder nicht). Die Betreiber können außerdem jederzeit nach Belieben den Stecker ziehen.

    Dieser Blog soll ein kleiner Beitrag zu einem freien, unabhängigen und vielfältigen Netz sein.