Kategorie: Digital

  • Auf diesem Blog

    Auf diesem Blog möchte ich zu Themen schreiben, die mich persönlich interessieren und beschäftigen. So ein bisschen ist es auch von der Tageslaune und dem, was auf der Welt passiert, abhängig. Definitiv werde ich aber über Technik schreiben.

    Schon seit meiner Kindheit interessiere und begeistere ich mich für Technik und das hat sich dann auch so weiter fortgesetzt. Eines dieser kleinen Projekte, mit denen ich mich zwischendurch beschäftige, ist auch dieser Blog hier.

    Diesen Blog betreibe ich bei einem Hoster, der Vieles noch selbst machen lässt und keine One-Klick-UI-Oberfläche vorschaltet. Hier ist noch Handarbeit auf der Konsole gefragt. Mich spricht das an, es hat dieses Nerdige, ich lerne dabei viel und es wirkt bei der Arbeit irgendwie ehrlich transparent. Zu kompliziert ist es dann aber auch nicht 😀. Auf dem Server habe ich über die Konsole WordPress eingerichtet und ich habe eine eigene Domain bestellt, die dann entsprechend auf die Seite verweist. Wenn ihr auch interessiert seid, schaut mal hier vorbei: uberspace.de

    In Zukunft möchte ich diesen Blog für längere Texte nutzen und diese auch auf meinem Mastodon-Account teilen. Insbesondere, wenn es etwas ist, das länger auffindbar sein soll und unbequem bei Mastodon zu lesen wäre. Zwar nutzen manche Mastodon auch direkt zum Posten längerer Texte, teils unterstützt dies die genutzte Instanz schon von Hause aus, meist wird allerdings solange auf den eigenen Post geantwortet, bis der Text runtergeschrieben ist. Das widerspricht meinem Verständnis von Microblogging. Ziel ist es, die Info auf das Wesentliche zu verkürzen und so überschaubar viel Platz im Feed einzunehmen. Wenn es mehr Kontext braucht, sind Blogs, Webseite oder ähnliches m.E. besser geeignet.

    Ich bin gespannt, welche Themen hier landen werden und wie sich das ganz entwickeln wird 😀.

  • Warum noch ein Blog?

    Berechtigte Frage, schließlich erstickt das Internet in Informationen, vielfältigen Meinungen und allerlei Quatsch.

    So gesehen, lässt das Internet kaum noch Raum zum Atmen. Das wirklich Interessante geht vielfach einfach unter. Wir halten Dinge für interessant, die uns vor einigen Jahren noch wie lästiger Datenmüll vorgekommen wären. Manchmal konsumieren wir Inhalte, ohne dass wir diese noch wahrnehmen – Einfach zum Zeitvertreib und zum Entspannen. So gesehen, macht dieser Blog den Braten dann auch nicht mehr fett.

    Warum nicht einfach ein Profil bei einer größeren Plattform nutzen?

    Die großen Plattformen haben mit ihren Angeboten die Hemmschwelle, die eigenen Meinungen im Internet zu äußern und miteinander zu kommunizieren, deutlich reduziert. Für Anwender*innen ist es super einfach, ihre Gedanken in die Welt zu rufen und über ihre Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Die Welt ist dabei – je nach Wunsch – ein kleiner, ausgewählter Personenkreis oder wirklich die ganz große digitale Welt.

    Ist es denn wirklich die ganz große Welt? Sehen wirklich alle gewünschten Personen die neuesten Urlaubsfotos oder das Reaction-Video zum Thema ABC? Plattformen haben ein Interesse daran, dass die Nutzer*innen möglichst viel Zeit auf dieser verbringen. Zeit ist Geld – Insbesondere, wenn jeder zweite oder dritte Beitrag im Feed Werbung ist (Zumindest in meinem Feed ist das so, ich nehme den Inhalt allerdings auch nicht mehr bewusst wahr beim Durchscrollen). Das bedeutet, dass die Anwender*innen die Inhalte zu sehen bekommen, die sie nach Meinung der Betreiber möglichst lange am Bildschirm fesseln. Das müssen nicht die Beiträge der besten Freund*innen sein. Auch nicht die Inhalte, die die Anwender*innen wirklich interessieren. Und selbst wenn ein Beitrag dann irgendwann mal im Feed landet, kann es sein, dass dieser im Werbungrunterscrollmodus nicht mehr wahrgenommen wird.

    Daher dieser Blog.

    Ich persönlich möchte nicht alles mit den Plattformbetreibern teilen und erst recht nicht von ihnen abhängig sein. Das ist in meinen Augen die große Kehrseite der niedrigen Hemmschwelle und potentiellen Reichweite – Die Vielfalt im Netz geht verloren. Viele Anwender*innen sehen nur noch die Informationen, die dem Betreiber nützen, und dieser setzt auch seine Regeln durch, was gesehen werden darf und was nicht (Ob der Inhalt gefällt oder nicht). Die Betreiber können außerdem jederzeit nach Belieben den Stecker ziehen.

    Dieser Blog soll ein kleiner Beitrag zu einem freien, unabhängigen und vielfältigen Netz sein.